
- Direkte Misshandlung: Diese Form des Mobbings umfasst körperliche Übergriffe und verbale Angriffe.
- Soziales Mobbing: Hierbei wird das Opfer gezielt ausgegrenzt, zurückgewiesen oder öffentlich gedemütigt.
- Cybermobbing: Diese Form findet hauptsächlich online statt, zum Beispiel in sozialen Medien oder über Messenger-Dienste.
Eine bundesweite Präventionsstudie der Techniker Krankenkasse zeigt, dass etwa jedes sechste Kind von Mobbing betroffen ist. Laut Anke Martin, einer Expertin auf diesem Gebiet, liegt die Ursache oft in der Schulsituation. Da Klassen festgelegt und nicht frei wählbar sind, können betroffene Kinder ihrer Umgebung kaum entkommen. Cybermobbing verschärft die Situation zusätzlich, da es auch zu Hause weitergehen kann.
Die Rolle der Lehrer
In rund 60 % der Mobbingfälle sind Lehrer ein Teil des Problems – nicht, weil sie aktiv mobben, sondern weil sie nicht genügend dagegen unternehmen. Die Erwartungen an Lehrkräfte, mit solchen Situationen umzugehen, sind in den letzten Jahren gestiegen. Neben ihrem Unterricht sollen sie auch pädagogisch geschult sein, um bei Mobbing professionell eingreifen zu können. Dennoch gibt es nach wie vor Herausforderungen: Viele Schüler trauen sich nicht, ihre Probleme anzusprechen.
In der Grundschule fällt es den Kindern oft leichter, sich an Lehrkräfte zu wenden oder Probleme offenzulegen. In höheren Schulklassen hingegen fällt es schwerer, Mobbing zu erkennen, da die Betroffenen ihre Situation häufiger verbergen.
Statistische Einblicke
Eine PISA-Studie zeigt, dass etwa 12 % der 15-jährigen Schüler regelmäßig Mobbingerfahrungen machen. Dabei erleben 8 % Spott und Hänseleien, während 6 % körperliche Gewalt ertragen müssen. Die Studie betont, dass Mobbing langfristige Folgen für die Betroffenen haben kann, sowohl psychisch als auch physisch.